Von der Venus zur Erde

 

Eine kleine Geschichte zwischen Himmel und Erde

 

entstanden aus einem Impuls

 

für Steffi

 

die Strahlende, die mit dem Herzen sieht

 

Danke, dass es dich gibt und dass ich seit 29 Jahren

 

deine Mum sein darf!

 

23.10.2015

 

 

 

 

Cosima ist eine junge Seele, die auf der Venus lebt. Sie ist wunderschön, hat schulterlange, braune Haare mit einem warmen Rotton. Und wenn die Sonne auf ihr Haar scheint – was ununterbrochen ist, weil es auf der Venus nur Sonnenschein gibt – dann sieht es aus, als ob tausende von goldenen glitzernden Engeln durch ihre Haare tanzen. Cosima hat große grüne Augen, Augen voller Liebe. Wenn du sie anschaust, siehst du nur Liebe, Freude, Frieden. Das ist nun mal so bei den Venusianerinnen! Deshalb liebt sie ihr Leben auf der Venus auch so sehr, weil es voller Leichtigkeit ist. Was sie auch heiß und innig liebt, ist Eis! Eis essen ist ihre Lieblingsbeschäftigung, am liebsten mit ihren Freundinnen Carina und Mariele. Ihr müsst wissen, dass man auf der Venus nicht zunehmen kann! So kannst du den lieben langen Tag alles essen, was du magst. Ja, und Cosima, Carina und Mariele lieben nun mal Eis. Sie haben eine Lieblings-Eisbar mit dem Namen „Dancing Queen“. Da läuft immer so tolle Musik, dass die Mädels am liebsten den ganzen Tag dort wären.

 

Heute ist ein besonderer Tag für die drei: sie haben die Erlaubnis bekommen , zur Milchstraße zu reisen. Vorsichtshalber werden sie von ihren Schutzengeln begleitet werden. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie aufgeregt die Mädels sind: das erste Mal zur Milchstraße…! Die Chefin von der Dancing Queen Eisbar lächelt. Sie kann sich noch gut an ihren ersten Ausflug zur Milchstraße erinnern. Deshalb streicht sie Cosima liebevoll übers Haar und erzählt von ihren Erinnerungen. „Es gibt eine tolle Eisbar mit dem Namen Milky Kiss, da fühlt ihr euch bestimmt wohl. Tolles Eis, tolle Musik und tolle Männer, was wollt ihr mehr?“ Die drei Mädels kichern und sind dankbar für den wertvollen Hinweis.

 

So nimmt es seinen Lauf, dass Cosima, Carina und Mariele zwei Tage später zur Milchstraße reisen. Ihre Schutzengel zeigen ihnen liebevoll den Weg zur Milky Kiss Bar und verdrücken sich augenzwinkernd, als sie dort ankommen. Die drei Veunsianerinnen sind hin und weg. Zum ersten Mal sehen sie Lebewesen von anderen Sternen. Sie können sich gar nicht satt sehen und sind total aufgeregt. Und die ganze Zeit strahlen sie, Ja, leuchten sie, weil sie so voller Liebe sind. In der Milky Kiss Bar treffen sie auf 3 Sirianer. Die jungen Männer vom Planeten Sirius sind begeistert von den wunderschönen Venusianerinnen. So sitzen die jungen Leute bei Eis und Musik zusammen und erzählen sich gegenseitig von ihrem Leben auf ihren Planeten.

 

Amandus ist schon eine ältere Seele und erzählt eines Tages vom Planeten Erde: „Die Erde ist ein Schulungsplanet und es ist eine besondere Auszeichnung, wenn jemand von einem anderen Planeten auf der Erde inkarnieren darf. Ihr auf der Venus, wir auf dem Sirius: wir kennen nur das Licht. Die Liebe, die Freude, die Harmonie, die Leichtigkeit und den Frieden. Wisst ihr, was Schatten ist? Wisst ihr, was Angst ist, Wut und Hass? Nein, wir können das nicht wissen, weil es das bei uns nicht gibt.“

 

Jetzt wird Cosima neugierig. Sie ist der abenteuerlustige Typ, und manchmal findet sie es auf der Venus langweilig. Doch wirklich nur manchmal, denn sie hat ja ein herrliches Leben. Doch dieses klitzekleine Bisschen reicht, um ihre Neugier zu entfachen. Sie bittet Amandus, noch mehr von der Erde zu erzählen. Und so erzählt Amandus:

 

Auf der Erde gibt es die Zeit. Das heißt, es gibt Jahre von jeweils 365 Tagen und jeder Tag wiederum hat 24 Stunden und jede Stunde hat 60 Minuten. Die Menschen, so heißen die Erdbewohner, tragen Uhren. Das sind sogenannte Zeitmesser. Ständig schauen sie auf diese Uhr. Morgens werden sie durch einen lauten Ton aus ihrem Schlaf gerissen und dann hetzen sie unter die Dusche. Oft nehmen sie sich gar nicht die Zeit für ein Frühstück. Sie hetzen zum Auto oder zum Bus oder zur U-Bahn, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Dann arbeiten sie viele Stunden in ihrem Job. Zwischendurch nehmen sie in einer kurzen Pause Fast Food zu sich und abends hetzen sie wieder zum Auto, Bus oder U-Bahn, um nach Hause zu fahren. Daheim angekommen, sind sie so ausgelaugt und kaputt, dass sie sich nur noch vor den sogenannten Fernseher setzen und dann ins Bett fallen. Natürlich gibt es auch Menschen, die anders leben, doch die sind noch die Ausnahme.

 

Bevor eine Seele auf die Erde darf, trifft sie Vereinbarungen mit anderen Seelen, was sie erfahren will und wer ihr dabei hilft. Die Seele, die noch nie auf der Erde war, nur das Licht und die Liebe kennt, ist ja so neugierig, wie der „Schatten“ sich wohl anfühlt. Diese Seele hat wirklich absolut keine Ahnung, was sie erwartet – doch sie will es unbedingt erleben! Deshalb stellen sich andere Seelen aus LIEBE zu dieser Seele zur Verfügung, damit diese Seele bestimmte Erfahrungen machen kann. Hört sich kompliziert an, doch so ist es. Dazu kommt, sobald die Seele auf der Erde als Mensch geboren wird, hat sie vergessen, dass sie reine Liebe IST. Auf der Erde herrscht die Dualität – und dieser menschliche Körper besagter Seele kann sich an keine Abmachungen mehr, an absolut nichts mehr erinnern!!!

 

Bedeutet: diese Seele, die reine Liebe IST, stellt sich aus Liebe Gott zur Verfügung, um sich im menschlichen Körper erfahren zu können. Das Dilemma ist, dass diese Seele zwar reine Liebe ist, sich jedoch auf der Erde nicht daran erinnert. Und so geht es vielen Seelen momentan auf der Erde. Anstatt sich gegenseitig in Liebe zu begegnen, machen sie ihre Erfahrungen von Wut, Angst und Hass. Doch inzwischen ist eine neue Zeit angebrochen. Von der Sonne und von anderen Planeten aus wird ununterbrochen Liebesenergie zur Erde geschickt. Die besonders feinfühligen Seelen spüren das und beginnen langsam, sich wieder zu erinnern: dass sie reine Liebe sind und dass sie Gott in sich tragen. Und mit jedem Tag werden es mehr Seelen, die sich erinnern und somit wieder leuchten. Man nennt sie auch Lichtbringer, Lichtarbeiter oder Leuchttürme. Diese Lichtbringer reinigen sich jetzt von allen Schatten, die sie noch in sich tragen. Je mehr sie erkennen, dass sie reine Liebe sind, umso mehr strahlen sie. Und mit dieser großen Liebes-Schwingung unterstützen sie die anderen noch „schlafenden Seelen“. Und dann wird die Zeit kommen, dass die Erde kein Schulungsplanet mehr ist, sondern ein wunderschöner, leuchtender Planet, auf dem alle Bewohner in Liebe und Frieden zusammenleben.“

 

Amandus freut sich, dass er so aufmerksame Zuhörer hat. Er bemerkt, wie fasziniert Cosima von seiner Erzählung ist.

 

Ja, Cosima ist eine so hilfsbereite und mitfühlende Seele. Am liebsten wäre sie jetzt gleich sofort dort auf der Erde um zu helfen!